Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


Astronomie- Additum unterwegs

Besuch des Instituts für Raumfahrtsysteme an der Uni Stuttgart, IRS




Das Hauptaugenmerk lag allerdings auf einer Komponente von Cassini, welche Staubpartikel untersucht: dem „cosmic dust analyzer“, an dem das IRS mitgearbeitet hat. Dieses untersucht einzelne Staubteilchen. Da es aber zur Untersuchung eines Staubteilchens 1s benötigt, kann es darüber hinaus auch die Menge an Staubteilchen, die vorbeifliegen, messen.
Nach dieser Präsentation zeigte man uns ein Labor, in dem ein Experiment aufgebaut war. Dieser Aufbau glich dem eines Staubbeschleunigers, der in näherer Zukunft auf dem Uni-Campus aufgebaut werden soll. In diesem werden Staubpartikel mit einer Nadel polarisiert und dann über wenige Meter mithilfe von Magneten auf Geschwindigkeiten von mehreren Kilometern pro Sekunde beschleunigt. Verwendet wird dieser Beschleuniger überwiegend, um Vergleichswerte für neue Sensoren zu erhalten, da man ansonsten keinen Anhaltspunkt hätte woraus Staubteilchen, die von dem entsprechenden Sensor im Weltall untersucht werden, bestehen. Abschließend besuchten wir noch einen Reinraum, in dem neue Satelliten und Teile für Raumsonden gebaut werden und der deshalb überwiegend von Verschmutzungen freigehalten werden muss. Hier bekamen wir einen spontanen Vortrag üben den „Flying Laptop“ – einen Satelliten zur Erdbeobachtung, welcher am IRS entwickelte wurde und in wenigen Wochen ins All kommt.
In einem weiteren Raum konnten wir uns eine Nachbildung des „cosmic dust analyzer“ ansehen, der zu Analysezwecken am IRS betrieben wird, und sprachen dort dann über die Zukunft Cassinis, welcher schon bald in den Saturn geflogen werden soll. Anschließend bekamen wir noch die Möglichkeit Rückfragen zu stellen. Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IRS dafür, aktuelle Raumfahrtforschung an der Uni Stuttgart erleben zu dürfen. Anne Sophie Müller, Lutz Häcker



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