Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


3.Forum Bildungspartnerschaften am LGH (3)

Markt der Möglichkeiten am LGH - Bildungspartnerschaften stellen sich vor

Pia Seimetz, Klasse 12, berichtet:





Um 16:30 begann die Veranstaltung gemächlich: im Foyer wurden die ersten Gäste begrüßt und mit Namensschildern und „SchuleWirtschaft BW“-Kugelschreibern ausgestattet. Bei einem „Come together“ in kleinem Rahmen gab es hier die Möglichkeit, sich auszutauschen und Leckereien des Schüler-Cateringservice Rauchbeinschule zu genießen. Um 17 Uhr war es dann endlich soweit: 8 Schüler und Schülerinnen gaben, dirigiert von Herrn Schäfer, einen Satz aus Bachs erster Orchestersuite zum Besten. Eine Überleitung und erste Begrüßung meisterte unser Schulleiter Herr Dr. Sauer trotz angeschlagener Stimme sehr gut.
Der nächste Redner an diesem Abend, derim Folgenden auch als Moderator fungierte, war der Geschäftsführer von Südwestmetall, Herr Makko, der das Wesen der Bildungs-partnerschaften erklärte und Ostwürttemberg lobte.
Grüße vom Oberbürgermeister, der leider verhindert war, richtete der erste Bürgermeister in Schwäbisch Gmünd, Herr Dr. Bläse aus. Auch er betonte die wichtige Bedeutung der Bildungspartnerschaften, „dass es nicht so passiert wie bei mir, in Mathe war ich schlecht, im Handwerk auch, dann hab ich halt Jura studiert und bin Bürgermeister geworden“.
Eine ganz andere Seite der Bildungspartnerschaften beleuchtete Herr Rathgeb von ZF Lenksysteme. Wie „eine junge Dame, die auf einer Parkbank sitzt und auf Verehrer wartet“ seien sie sich bei den ersten Anläufen vorgekommen; doch zum Glück konnte sich der Betrieb vor interessanten Angeboten kaum retten. Für beide Seiten sei die Partnerschaft von Vorteil. Beispielsweise könnten in den Schulen das BoGy- und JIA-Praktikum angeboten werden, ein Technikpreis werde ausgeschrieben und eine der Partnerschulen schickte sogar zur Jubiläumsfeier ihre Bigband vorbei. Auch für die Betriebe ist das Engagement vorteilhaft: im letzten Jahr betrug der Anteil der Auszubildenden aus Partnerschulen 20 %, eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr. Nicht nur Quantität, auch Qualität sei wichtig, wie Herr Makko im Anschluss klarstellte, ein breites Spektrum an Bildungspartnern aus den unterschiedlichsten Bereichen solle angestrebt werden. Einen Teil dieses Spektrums gab es beim „Markt der Möglichkeiten“ zu besichtigen, der hiermit eröffnet wurde. Schon um 15:30 hatte der Aufbau der vielen Stände im ersten Obergeschoss des Hauptgebäudes begonnen. Auf der linken Seite befand sich der Stand der Alemannenschule Hüttlingen, deren Schüler ihre Bildungspartnerschaft mit Kessler & Co aus Abtsgemünd vorstellten. Der Prototyp, z.B. für einen Bilderrahmen oder Pizzaofen, wurde in der Schule erstellt, das Material und technische Unterstützung bekamen sie von ihrem Bildungspartner. Außerdem präsentierte sich hier das Berufswahl-Siegel BoriS, das als Teil der IHK eine Zertifizierung für Schulen mit besonderem Engagement vergibt. Auch die Werkrealschule Schwäbischer Wald in Mutlangen war mit dabei: ihre Schülerfirma „FairLiebe“ verkauft fair gehandelte Produkte im Rahmen des Wirtschafts- und Informationstechnikunterrichts.
Schals mit Schullogo, Schlüsselanhänger und Flaschenöffner (natürlich nur für Bionade) verkaufte der LGH-Shop gleich rechts neben dem Eingang, auch die alte Schülerfirma fairCrowd (Artikel zur Positionierung gegen Fangewalt in Fussballstadien) und die Firma des diesjährigen Wirtschaftskurses der 11. Klasse, flox („flower in a box“), Blumensamen in Dosen, präsentierten hier ihr Patenschaftskonzept.
Dass eine Ausbildung eine gute Alternative zum Studium sein kann erklärten die Ausbildungsbotschafter in der Lerninsel nebenan und die deutschlandweit erste Business English AG der Realschule Leinzell stellte vor, wie man sich professionell auf das spätere Berufsleben vorbereiten kann.
Auch die StormHawks, das schuleigene Team des Wettbewerbs „Formel 1 in der Schule“, LGH, hatten einige Modellautos dabei. Nicht nur herrschte reges Treiben an den Ständen selbst, auch im Foyer wurden die unterschiedlichen Geschäftskonzepte bei kalten Getränken angeregt diskutiert. Ein weiteres häufiges Diskussionsthema war die anstehende Rede des Präsidenten der „Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände“ (BDA), Herrn Dr. Hundt, gleich nach dem Abendessen, die alle gespannt erwarteten.
Unbestreitbar ist jedenfalls die Bedeutung der Bildungspartnerschaften sowohl für die Schule als auch für die Wirtschaft, was sicher allen im Gedächtnis bleiben dürfte.
Pia Seimetz, Klasse 12



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