Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


22.11. 2013, Theaterfahrt der Klassen 12

"Dantons Tod" in der Inszenierung der Münchner Kammerspiele




Pünktlich um 11 Uhr morgens fuhren wir mit dem Bus vom Campus des LGH los. Nach einer dreistündigen Busfahrt stiegen wir an der Maximilianstraße aus. Anschließend hatten wir Zeit, um uns die Schönheiten Münchens, Architektur, Parks, Universitäten, Museen, Denkmäler und bekannte öffentliche Plätze, anzusehen. Wir trafen uns alle um 18:30 Uhr vor den Kammerspielen wieder. Als Jacken und Taschen bei der Garderobe abgegeben waren, gingen wir zur Vorbesprechung.
Dort bereits wurden wir auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Theaterinszenierung und dem Stück von Georg Büchner aufmerksam gemacht. Zentrale Fragen des Stückes seien: „Was ist der Mensch dem Menschen? Was will der Mensch vom Menschen? Was sind Tugend und Laster?“ Soweit die ersten Ausführungen eines Dramaturgen, der mit größtem Engagement und vehementer Körpersprache die Besonderheiten seines Regietheaters im überfüllten Foyer darbot.
Nach einer kurzen Pause begann die Vorführung pünktlich um 19:30 Uhr.
Die schauspielerischen Leistungen der Darsteller waren sehr gut. Besonders die Hauptfiguren Danton und Robespierre überzeugten. Die Interpretation des Buchs war modern, was vor allem an der Sprache und Inszenierung der Ausführung deutlich wurde. Außerdem gab es Textergänzungen und Zitate von Autoren wie Schopenhauer, Nietzsche, Heym, Brasch, Houellebecq, Camus und de Sade. Dennoch hielt sich die Inszenierung insgesamt recht textnah am Buch. So konnte man auch etliche Originaltexte wieder erkennen. Schockieren sollte offenbar das Ende, als sich der tugendhafte Robespierre in vollständiger, kreatürlicher Nacktheit entblößte und so den Schlusspunkt unter eine sehenswerte, stellenweise kontroverse und stark beklatschte Theateraufführung setzte.
Um circa 23 Uhr fuhr der Bus nach Gmünd. Wir Schüler waren von dem langen, kalten und unterhaltsamen Ausflug alle sehr müde. Als wir um zwei Uhr in der Nacht angekommen waren, waren wir alle froh endlich schlafen zu können.

Rebekka Reich, Klasse 12, Thomas Schäfer, Kollegium



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