Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


3. Internationale Winterakademie 2015

Vom 8. bis 14. 1. 2015 gab sich der Mathematiknachwuchs aus drei Ländern in Winterthur ein Stelldichein




Während die Kooperation zwischen dem Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd und dem Lyzeum "Naukova Zmina" in Kiew schon seit 2010 besteht, lernte Frau Professor Dr. Tatjana Samrowski, eine der Verantwortlichen der Junior Euler Society (JES) der Universität Zürich, die sich der Arbeit mit naturwissenschaftlich interessierten SchülerInnen aus dem Raum Zürich widmet, unsere Arbeit erst während des LGH-Mathewochenendes und der Sommerakademie 2012 kennen. Hier wurde die Idee zur Durchführung der Winterakademie für die jüngeren SchülerInnen der drei Länder geboren.
Diese Idee wurde von der Leitung der JES begrüßt und ihre Durchführung von der Universität Zürich schon zum dritten Mal finanziell unterstützt. An dieser Stelle geht unser herzlicher Dank an die Frau Prof. Dr. Samrowski, an Herrn Prof. Dr. Kappeler und an Herrn Prof. Dr. Rosental, die Leiter des Institutes für Mathematik der Universität Zürich.
Die Teilnehmer beschäftigten sich während der sieben Tage auf Deutsch, Russisch und Englisch intensiv mit den Konstruktionen von gotischen Fenstern - mit Zirkel und Lineal - und mit den Konstruktionen des goldenen Schnittes.
Dr. Olga lomonosova und Dr. Albert Oganian, Kollegium

Ein Schüler berichtet:
Die Akademie begann zuerst einmal mit der Anfahrt: Die Gruppe aus Kiew erreichte gegen 16 Uhr das Pfadfinderheim, wo Richard und ich als die ersten vom LGH ein paar Minuten später auch eintrudelten. Dort wurden wir anfangs drei Iras, einem Bogdan (nicht zu verwechseln mit Bagdad, der Hauptstadt des Irak) und vielen anderen netten Ukrainern vorgestellt. Als der Rest vom LGH sich gegen 19:30 auch eingefunden hatte, begann das ganze Prozedere von neuem…
Die Fahrt nach Luzern am nächsten Morgen allerdings hatte nichts mit Gehirnjogging zu tun. In Luzern besichtigten wir die älteste noch erhaltene Holzbrücke der Welt und das traurigste Denkmal der Welt, das Löwendenkmal. Dieses erinnert an die in der Französischen Revolution gefallenen Schweizer Söldner. Danach hatten wir etwas Freizeit und durften die Stadt erkunden.
Der Samstag verlief dann auch in ruhigen Bahnen: Nachdem wir LGHler den Ukrainern die auf Deutsch geschriebenen Konstruktionsanweisungen mühevoll mit viel Gestik und Umschreibungen übersetzt hatten, war die Stunde auch quasi schon zu Ende. Am Nachmittag quetschten wir uns in Busse und fuhren zum Technorama. Dort probierten wir in kleinen Gruppen verschiedene Exponate wie MindBall (Wer ist am entspanntesten?), tanzende Magnete und ähnliches aus.
Der Rest der Winterakademie lief dann nach dem Schema: vormittags gotisches Fenster konstruieren, nachmittags Ausflug. Abends gab es dann noch Wettbewerbe wie den Knobelwettbewerb.
Sonntags liefen wir am Nachmittag zum Schlittschuhlaufen, liehen uns Schuhe aus und fingen an Eishockey zu spielen bzw. laufen auf dem Eis zu lernen… Der Knobelwettbewerb abends war für viele ein voller Erfolg.
Wir z.B. mussten eine da-Vinci-Brücke bauen oder ein Schiff beladen, ohne dass es umkippte.
Montags werkelten wir immer noch an unseren Fenstern, die wir erst am Dienstag dann endlich fertig stellten. Am Nachmittag haben wir uns in der Winterthurer Innen-/Altstadt breit gemacht und diese auf eigene Faust erkundet.
Der letzte volle Tag, der Dienstag, war der Tag, an dem wir die Burkhard Compression AG besuchten. Wir erfuhren viel über die Einsatzbereiche von Kompressoren und durften sogar die Werkstatt besichtigen. Am Dienstagabend war der Moment der Preisverleihung und Verabschiedung. Die Gewinner der Wettbewerbe wurden endlich bekannt gegeben. Wir LGHler verschenkten für Deutschland typische Sachen, während die Ukrainer ihrerseits uns traditionelle ukrainische Geschenke machten.
Am Mittwoch war die Zeit der Verabschiedung gekommen: Nachdem wir noch Zürich besichtigt hatten, die letzten Telefonnummern ausgetauscht hatten, mussten wir uns leider, leider verabschieden. Es wurde ein bisschen geweint und viel eingeladen. Ich persönlich finde, dass die Winterakademie eine wunderschöne Zeit voller neuer Erfahrung war. Finn Faßbender, Klasse 8



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