Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


Berliner Seminarwoche, 1. - 6. 2. 2015

Ein Nachbericht aus Schülersicht




02.02.2015
Gleich der erste Tag handelte von keinem einfach zu schluckenden Thema, beschäftigten wir uns doch mit der Propaganda als einer Form der Presse in Repressionszeiten. Wir bekamen die Chance, diese aus der vollkommen neuen Perspektive eines Films von Leni Riefenstahl sehen. Umrahmt wurde dieses Thema von der eindrucksvollen Kulisse des Wannseehauses, mit dessen Vergangenheit wir uns auch in einer interessanten Führung näher beschäftigen durften: Die Endlösung der Judenfrage.
Das Zentrum des Tages jedoch stellten die Schülerpräsentationen dar, welche von den zuvor in der ersten Phase des Seminars erarbeiteten Themen handelten und in französischer Sprache zum Besten gegeben wurden.

03.02.2015

Der Dienstagvormittag fand hauptsächlich im ehemaligen Haus des Ullsteinverlags mit seiner abwechslungsreichen Geschichte statt. Der Vortrag, welchem wir lauschen konnten, führte uns nicht nur vom Anfang zum Ende des Ullsteinverlags, sondern öffnete auch einen weiteren Blick auf die Rolle der Presse Berlins und die Entwicklung der vielen Berliner Zeitungen seit der Weimarer Republik.
Die zweite Hälfte des Tages hingegen brachte uns zurück in die Gegenwart durch eine überaus informative Führung durch das Reichstagsgebäude, die allen Schülern eine ganz neue Perspektive auf das Zentrum der deutschen Bundespolitik und somit auch auf die Bundespolitik selber schenkte.
Den Abend verbrachten viele Schüler genauso wie den vorherigen auch als eigene Freizeit und erkundeten in Kleingruppen die deutsche Metropole auf eigene Faust. Ein Wochenticket bot uns den Luxus maximaler Mobilität um rechtzeitig wieder in der Jugendherberge erscheinen zu können.

04.02.2015

Der nächste Tag begann kalt aber durchaus interessant bei einer
Freiluftführung durch die Gedenkstätte Berliner Mauer, welche die ehemalige Teilung Deutschlands eindrucksvoll und anschaulich demonstrierte.
Danach ging es zurück ins Ullsteinhaus, in welchem wir wieder einem Vortrag lauschten, der sich diesmal aber ganz auf die Presse in der DDR konzentrierte, dies am Beispiel des Vaters der Vortragenden, der Schriftstellerin Irina Liebmann, welcher damals die Presse entscheidend mitgeprägt hatte: Rudolf Herrnstadt.
Der Abend stand ganz im Zeichen der darstellenden Künste, denn wir durften einer äußerst eindrucksvollen Darbietung der Dreigroschenoper beiwohnen, welche zum restlichen Programm eine willkommene Abwechslung bot.

05.02.2015

Am letzten Programmtag trennte sich die Gruppe schließlich in vier Workshops auf. Die Themen waren: Reporter ohne Grenzen, das Leben eines Cartoonisten, das Film- und Fernsehmuseum sowie Redaktionskonferenz und Gespräch mit dem Chefredakteur des TAGESSPIEGEL.
Vorgestellt wurden die Ergebnisse im Rathaus Schönefeld in welchem die große Gruppe wieder vereint wurde. Den Präsentationen vorangestellt war eine Vorstellung der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“, welche sich mit den von den Nationalsozialisten Verfolgten beschäftigte.
Den Ausklang schließlich fand das Seminar bei einem tollen Abendessen im Lokal Zille-Markt, einer typischen Berliner Gaststätte. Wir bedanken uns beim DFJW für die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung.
Antonia Popp, Klasse 11



zurück