Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


8.-12. 6. 2015, DLR- eine besondere Erfahrung

Schüler der Klasse 10b absolvieren ein einwöchiges Praktikum im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen




Zunächst erhielten wir einen kurzen Einblick in die Arbeit des DLR und in die Arbeit des Instituts in Lampoldshausen. Anschließend, in zwei Kleingruppen aufgeteilt, widmeten wir unsere Aufmerksamkeit erst einmal einem Vortrag zum Thema Strahlung, während die andere Gruppe sich mit Aerodynamik beschäftigte. Nach dem Mittagessen wurde getauscht. Zudem besuchten wir das betriebseigene Museum zum Thema Raketenmotoren, in dem wir eine Führung von einem ehemaligen Mitarbeiter bekamen. Am Morgen gab es zunächst eine Präsentation zu der spannenden Geschichte der Raumfahrt und ihren Triumphen und Niederlagen.
Anschließend hatten wir wiederum einen Vortrag zur Technologie der Brennstoffzellen und ihren Vorteilen als Stromspeicher-Methode. Am Nachmittag führte uns ein Physiker kurz in die Theorie und Technologie des Vakuums ein. Nach dieser Einführung verbrachten wir dann aber den Rest des Tages mit der Untersuchung des Verhaltens verschiedener Stoffe im Vakuum.
Am Mittwoch wurden ähnliche interessante Vorträgen zu den Themen Verbrennungstechnologie und Raketengleichung gehalten, womit man unter anderem Flughöhe, Treibstoffverbrauch und wirkende Kräfte berechnen kann.
Im Anschluss an den letzten Vortrag baute der Referent mit uns Raketen, die von Wasser und Druckluft angetrieben wurden und die wir nach einer Bauphase auch direkt testen konnten. Unglaublicher Weise flogen diese schon mit einem so simplen Antrieb über 50 Meter hoch. Damit war unsere theoretische Einweisung in die Luft- und Raumfahrt beendet und wir freuten uns schon auf den nächsten Tag, an dem der praktische Teil beginnen würde.
Am Donnerstag ging es dann an den Bau unserer eigenen Feststoffraketen. Unter der Anleitung eines Pyrotechnikers und zudem Hobby-Raketenmodellbauers setzten wir diese von Grund auf selbst zusammen. Wir bauten zudem einen Fallschirm, damit die Rakete heil auf den Boden zurückkommen konnte. Dies nahm den ganzen Tag in Anspruch, machte aber sehr viel Spaß.
Für Freitag, leider schon unser letzter Tag, war der Start dieser Raketen geplant. Deshalb fuhren wir am Morgen auf ein Feld in der Nähe des Instituts. Dort platzierten wir unsere Startrampe, präparierten die Motoren und ließen die Raketen starten. Einige flogen sogar bis zu 150 Meter hoch! Vor dem Mittagessen ließ unser Betreuer dann noch seine eigene Rakete starten, die mit drei Motoren ausgestattet war. Diese flog natürlich höher als unsere kleinen Raketen und sah sehr spektakulär aus. Für den Nachmittag konnte unser Betreuer sogar eine Führung über das Betriebsgelände organisieren, was sonst eigentlich nicht möglich ist.
Die Führung war sehr beeindruckend und wir durften sogar einen Prüfstand für ein „Ariane-5“(Trägerrakete der ESA)-Treibwerk von innen besichtigen. Am Schluss waren wir noch zu Besuch in einem kleineren Prüfstand und haben uns dort mit den Wissenschaftlern unterhalten. Damit war unsere Woche beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt leider schon vorbei.
Bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Häcker, Herrn Schönborn, Herrn Röhricht und Herrn Bauer, die sich freundlicherweise bereiterklärten, uns an verschiedenen Tagen zu begleiten, da Herr Dr. Oganian in dieser Woche leider verhindert war.Victoria Lohmann und Ida Holschbach, Klasse 10



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