Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


Forschen und Gewinnen - eine Nachlese zum Wettbewerb Jugend forscht

Unvergessliche Tage in Fellbach ...




Die überregionale Schülergruppe, die sich im Rahmen des Programms Fraunhofer MINT-EC-Talents in Bremen gefunden hatte, beschäftigte sich mit der Herstellung, Erprobung und Optimierung eines vollständig biologisch abbaubaren und alltagstauglichen Haftklebefilms als Alternative zu bereits gebräuchlichen Haft-Tapes wie etwa denen der Firma Tesa®.
Im Ergebnis entwickelten die Schülerinnen und Schüler einen auf Gelatine basierenden Haftklebstoff, der bereits auf dem Markt befindlichen vergleichbaren Produkten in Sachen Klebefähigkeit und Strapazierfähigkeit laut einschlägiger Tests in nichts nachsteht.
Mit diesem innovativen und auf den Namen „Gela-Tabe“ getauften Produkt bewährte sich die Gruppe beim Landeswettbewerb mit herausragendem Erfolg und darf als Landessieger Baden-Württembergs nun beim Bundeswettbewerb Jugend forscht antreten, der vom 26. bis zum 29. Mai in Paderborn stattfinden wird. Dafür drücken wir den drei Schülerinnen und Schülern schon jetzt ganz fest die Daumen und wünschen viel Erfolg!
Auch Sophia Belser und Ida Holschbach konnten ihr Jugend-forscht-Projekt in gleich zwei verschiedenen Wettbewerbskategorien eindrucksvoll präsentieren. Die beiden Schülerinnen entwickelten in Zusammenarbeit mit der Abteilung Technik der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd einen auf bionischen Grundprinzipien basierenden, robotischen Greifarm, der das Zusammenspiel von Muskeln und Gelenken im menschlichen Organismus in einer technischen Konstruktion nachahmt. Die Rolle der Muskeln übernehmen hochmoderne und innovative Formgedächtnislegierungen. Dabei handelt es sich um metallische Legierungen (z. B. aus Nickel und Titan), die durch Temperatur- oder Spannungsänderungen Formveränderungen durchlaufen und sich dabei scheinbar an ihre Ursprungsform „erinnern“ können. Ähnlich wie ein Muskel, können spiralig gewundene Formgedächtnisfedern durch Anlegen einer elektrischen Spannung folglich kontrahieren und sich nach Wegnahme der Spannung wieder vollständig in ihre Ausgangslänge zurück bewegen.
Mit dieser neuen Idee durften die beiden Schülerinnen deshalb nicht nur in der Kategorie Technik beim Wettbewerb antreten, sondern wurden zusätzlich in der Kategorie Interdisziplinäres Projekt bewertet. Und auch wenn es für Sophia und Ida aufgrund der harten Konkurrenz auf dem Gebiet der Technik diesmal leider nicht für eine Platzierung reichte - denn dies war die Wettbewerbskategorie mit der bei weitem größten Anzahl an gemeldeten Projekten - so war doch unübersehbar, dass die Juroren vom Potenzial der vorgestellten Konstruktion stark beeindruckt waren und den beiden Schülerinnen daher jede Menge Tipps zur Weiterentwicklung ihres Projekts mit auf den Weg gaben. Einen Preis erhielten Sophia und Ida allerdings doch, nämlich den Sonderpreis Bionik der Firma Südwest Metall.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass beide Schülerinnen ihr wissenschaftliches Projekt mit einer nahezu unendlichen Beharrlichkeit und Geduld und dabei mit ungebrochenem Eifer schon im dritten Jahr fortführen. Eine solche Ausdauer, gepaart mit der nötigen Portion Frustrationstoleranz bei unvermeidlichen Fehlschlägen, ist für Schüler dieses Alters mehr als bemerkenswert und kann nicht deutlich genug gewürdigt werden.
Alles in allem allem war der Landeswettbewerb Jugend forscht für unsere Schülerinnen und Schüler jedoch nicht nur in Sachen Wettbewerb ein Erfolg. Die unvergesslichen Eindrücke, die ihnen von den drei Tagen in Fellbach bleiben, sind ein dauerhafter Wert für sich.
Die Landeswettbewerbsleitung (Dr. Marianne Rädle und Manfred Brenner) sowie die Robert Bosch GmbH, die unter Federführung von Michael Fecker den Wettbewerb in Fellbach or-ganisierte und ausgestaltete, haben ganze Arbeit geleistet, um unseren Schülerinnen und Schülern ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Ihnen gilt dafür ebenfalls ein ganz besonderer Dank! Alexander Schönborn, Projektbetreuer/Kollegium



zurück