Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


Grundsätzliches zum Debating und zur Veranstaltung am LGH

22.7.2016, Die Weltmeisterschaften im "Debating"

- Schüler aus 56 Nationen debattieren in und um Stuttgart – Der Ostalbkreis ist mit 4 Gymnasien dabei




Jedes Land darf eine Delegation entsenden, die aus drei bis fünf Sprechern von 14 bis 19 Jahren, ein bis zwei Trainern und mindestens einem Jurymitglied besteht. Letztere bewerten die Debatten nach Stil, Inhalt und Strategie. Das Format, in dem debattiert wird, basiert auf den Diskussionen im britischen Parlament. Zwei Teams von jeweils drei Sprechern treten in einer Pro-Contra-Debatte gegeneinander an. Die Seite, für die sie argumentieren müssen, wird ihnen zugeteilt. Das thematische Spektrum reicht von politischen über soziale und wirtschaftliche zu ethischen Fragen.

Für Deutschland treten vier Jugendliche aus Baden-Württemberg und eine Berlinerin an. Es debattieren Joke Steinwart (17) vom Königin-Olga-Stift Stuttgart, Cliodhna Herkommer (15) vom Parler-Gymnasium Schwäbisch Gmünd, Marcus Nonn (14) vom Friedrich-Abel-Gymnasium Vaihingen/Enz, Judith Benk (16) vom United World College Freiburg und Barbara Krumpholz (17) vom Europäischen Gymnasium Bertha-von-Suttner Berlin. Die Mannschaft wird von Head Coach Elizabeth Baines (19) aus Dresden und Co-Coach Laura Alviz (18) aus Backnang trainiert.

56 Teams haben sich für die Veranstaltung angemeldet. Mit aktuell 487 Teilnehmern (Stand 17. Juni) versprechen die World Schools Debating Championships 2016 eine der größten Debating-Weltmeisterschaften seit ihren Anfängen im Jahr 1988 zu werden. An den World Schools Debating Championships 2015 in Singapur nahmen etwa 450 Personen teil. An kultureller Vielfalt hat der Wettbewerb in 28 Jahren ebenfalls gewonnen. In Stuttgart werden beispielsweise 22 asiatische fünf afrikanische Länder anwesend sein. Ruanda und die Schweiz, die noch nie zuvor teilgenommen haben, werden in Stuttgart und Umgebung debattieren. Uganda kehrt aus längerer Abwesenheit seit 2010 zurück.

Ungefähr 80 deutsche Schüler und ehemalige Debater ab der 8. Klasse haben sich freiwillig gemeldet, um die Arbeit des Organisationskomitees zu unterstützen. Sie führen die Mannschaften und die Jurymitglieder zu den austragenden Schulen oder anderen Veranstaltungsorten und sorgen dafür, dass jedes Team eine individuelle Ansprechperson hat, auf die es bei Fragen zugehen kann.

Obwohl es sich bei den World Schools Debating Championships um einen sehr kompetitiven und arbeitsintensiven Wettbewerb handelt, bekommen die Teilnehmer selbstverständlich die Gelegenheit dazu, die Sehenswürdigkeiten der Region zu besichtigen. Die Tagesausflüge am Samstag, den 23. Juli führen sie unter anderem zum Schloss Hohenstaufen, an den Bodensee und nach Heidelberg. Stuttgarts Museen, die Wilhelma und den Fernsehturm lernen sie am Mittwoch, den 20. Juli kennen.

Für die Organisation der Weltmeisterschaft ist der 1996 gegründete und in Stuttgart sitzende Verein Debating Society Germany zuständig. Er veranstaltet Debattier-Ligen und –Turniere in Deutschland, das jährliche internationale Turnier EurOpen in Stuttgart und entsendet Delegationen zu internationalen Turnieren im Ausland. Lehrer, Studenten und andere Ehrenamtliche erarbeiten die Veranstaltung unter der Führung von Christopher Sanchez und Jana Gilke, den Vorsitzenden des Vereins. Er unterrichtet am Max-Born-Gymnasium in Backnang, sie studiert in Mannheim. Die Debating Society Germany möchte die Möglichkeit der Ausrichtung der World Schools Debating Championships auch dazu nutzen, Debating als Instrument der politischen Bildung und des persönlichen Wachstums durch interkulturelle Begegnungen an Schulen der Region zu verbreiten. PM Debating Society Germany/Thomas Schäfer, Kollegium



zurück