Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 




Olivia Zens, Klasse 7 des LGH, setzt sich als mit Abstand jüngste Teilnehmerin durch!

8.12. 2017, Meduc Award in Stuttgart vergeben

Sieg im Bereich PRINT mit dem Werk "Geschichtsunterricht andersherum".


Und hier das Werk:

Geschichtsunterricht andersherum

Heute war es mir langweilig,
Gestern war es mir langweilig,
Sogar vor einem Monat war es mir langweilig.
Was für ein Leben!
Aber Schluss jetzt mit diesem Elend.
Das habe ich meiner Mutter gesagt
Und deshalb habe ich mich etwas nützlich gemacht.
„Dann schreib doch bitte für mich eine Geschichte,
weil deine so süß klingen“, sie jammerte.
Während ich über das Thema nachdachte,
fand ich heraus, ich saß in der Falle.
Ich bin aber auf dem Weg zum Wachsen,
Daher klingen meine Geschichten doch erwachsen!
Erst in dem stillen Örtchen kam ich auf den Gedanken.
So sah ich auf den Kern der Probleme,
als ich auf dem Teppich eine
winzige Gerste entdeckte.

Schon in der Steinzeit kämpften Menschen
Nicht nur zum Essen.
Die nomadischen Türken zogen herum
dabei bauten sie auch ihren eigenen Hamam.
Bei den Sesshaften änderte sich dies,
und sie bauten ihren eigenen Kiez.
Leider brauchten sie dadurch das ganze Gehölz.
Später stellten sie fest da fehlte etwas.
Ein Ort, den jeder besuchen muss.
Dabei fühlten sie sich ziemlich mies.
So kamen die Griechen ins Spiel.
Sie trafen sich dort um nachzudenken: Heureka!
Und schmieden Intrigen wie die Geschichte von Troja!
Nur um ein besseres Leben zu genießen
Möchte ich mir gerne denken!

Es gab fließendes Wasser in den Häusern und Bädern,
oh so klug bauten diese Römer!
Sie eroberten sogar England
Stießen auf dem Weg an die Hadrians Wand!
Aber sie auch sahen den Kern
Und gaben ihre Erfindung weiter gern
an die Leute wo die Nachttöpfe,
Fliegen vom Fenster auf die Menschenköpfe.

Regarde l’eau!
Oh mon dieu!

So hört man den Namen Klo,
Übersetzt auf Englisch Waterloo!
Gewiss sieht man in die Richtung Stadt Bath,
Findet heute noch den römischen Pfad.

Wenn wir in die Geschichte weitergehen
Klar können wir den Louis XIV nicht vergessen.
Genannt auch Sonnenkönig
Mit seinen überparfümierten Perücken war er mächtig.
Er brillierte prächtig:
„Ich muss Mal, mon Chéri“.

Und verschwand hinter den Gardinen,
die schön auf dem Garten des Versailles verdeckten.
Ob bei diesem Akt seine Gattin
Maria Theresia von Österreich
Konnte dem König immer noch lieben?
Wieso fehlte ausgerechnet in seinem Reich
ein einfacher Lokus?
Rom lag doch nicht so weit von Paris.
Leider Ungewiss.

Die Geschichte wiederholte sich.
Wir lernen nicht und ich frage mich:
„Warum wohl?“
Ich bin mir sicher diesen Leuten fehlt kein Kohl!
Wie sonst der Fehler des Berliner Flughafen
erklären lassen,
ohne die Vergangenheit zu betrachten?

Ob arm oder in der Macht
Besucht wird jede Nacht
Dieses sogenannte Heimliche Gemach!
Denn wir sind alle gleich.
Das weiß doch jedes kleine Wesen.
Nur die Erwachsene scheinen
Den Kern der Geschichte zu vergessen.



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