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Die Gebrüder Henrik von Wrochem und Frederik von Wrochem ,Klasse 11, gewinnen im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" und dazu den Sparkassenpreis

1. Platz im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert"

Kategorie: Duo - Klavier und ein Streichinstrument, Altersgruppe V


Kulturförderung / Jugend musiziert: „Das ist für uns eine ungeheure Bestätigung“! Der Sparkassen-Sonderpreis für ein Familienensemble geht in diesem Jahr an die Brüder von Wrochem aus Baden-Württemberg. Geiger Frederik und Pianist Henrik gehören in diesem Jahr außerdem zu den Bundespreisträgern.
Geiger Frederik (17) und Pianist Henrik von Wrochem (18) sind daheim in ihrem Aalener Elternhaus, ihre Mutter verfolgt den Jugend-musiziert-Videostream. Plötzlich sieht sie ihre beiden Söhne beim Musizieren. Kurz danach wissen es auch die beiden Nachwuchssolisten: Sie haben den Sparkassen-Sonderpreis für besonders förderungswürdige Leistungen eines Familienensembles gewonnen, zusätzlich zum ersten Bundespreis in der Duo-Kategorie Klavier und Streichinstrument, Altersgruppe V.

Der mit 5000 Euro dotierte Sonderpreis der Sparkassen sei „eine große Bestätigung, ein riesiger Schub für unsere Motivation“, so die erste Reaktion der Brüder. Heike Kramer, Leiterin der Abteilung Gesellschaftliches Engagement beim Deutschen Sparkassen-und Giroverband, gratuliert per Videostream: „Sicher haben es Familienensembles in Zeiten von Kontaktbeschränkungen einfacher, miteinander zu proben. Doch es gibt auch hier die gleichen Anforderungen wie für alle Ensembles: Konzentration und Zuhören-können, Harmonie und Präzision. Diese Leistungen habt ihr in diesem Wettbewerb meisterlich vorgetragen.“
Der Bundeswettbewerb wurde Teilnehmern und allen Interessierten in diesem Jahr erstmalig über einen Youtube-Kanal zugänglich gemacht. JumuTV streamte im Mai mit täglich rund fünf Stunden Sendezeit mehr als 180 Musikbeiträge. Alle Kinder und Jugendlichen, die sich beim Landeswettbewerb für die Bundesebene qualifiziert hatten, wurden aufgefordert, ihr Wertungsspiel auf Video aufzunehmen. Die Jurygremien in den Veranstaltungsstädten Bremen und Bremerhaven sahen und hörten mehr als 1700 Videobeiträge und vergaben Punkte, Prädikate und Preise.

Interesse an Musik liegt in der Familie
Musik spielt in der Familie von Wrochem sei jeher eine große Rolle. Zwar sind die Eltern von Henrik und Frederik keine Musiker, aber die Großeltern väterlicherseits waren beide als Berufsmusiker an der Mailänder Scala tätig. Henrik, Frederik und der 15-jährige Carl von Wrochem erhalten schon seit ihrer frühen Jugend Unterricht an der Stuttgarter Musikschule.
Pianist Henrik begann seine Ausbildung bei Romuald Noll und wechselte bald zu Nella Jussow, die ihn viele Jahre individuell förderte. Mit 16 Jahren wechselte Henrik zu Andrej Jussow, der ihn auf den Bundeswettbewerb 2021 vorbereitete: „Ich habe im Lockdown allerdings auch wahnsinnig viel allein geübt“, sagt Henrik, das sei nicht immer so gewesen.
Geiger Frederik erhielt mit fünf Jahren an der Musikschule Stuttgart seinen ersten prägenden Unterricht bei Andreas Wilhelm, später bei Christine Schneider. Mit 14 Jahren wechselte er zu Ovidiu Abramovici – eine in Jugend musiziert-Kreisen bekannte Größe.
Beide Preisträger interessierten sich schon früh für Musik: „Ich erinnere mich, dass ich von unseren Eltern in Kirchenkonzerte mitgenommen wurde und mit drei Jahren bereits fasziniert von Orgelkonzerten war. Das Interesse daran hat sich nie verloren, weshalb ich auch die C-Prüfung an der Kirchenorgel abgelegt habe“, sagt Henrik.
Der Erfolg beim Wettbewerb prägt die Zukunftspläne der beiden. Henrik absolviert nach dem Abitur gerade ein freiwilliges soziales Jahr und plant ein Mathematik-Studium. Doch jetzt will er auch die Klavier-Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule versuchen.
Sein Bruder Frederik möchte Physiker werden, kann sich aber jetzt ebenfalls ein Geigenstudium vorstellen: „Mit der Auszeichnung erhalten wir plötzlich die Bestätigung als Musiker, daraus müssen wir etwas machen“, sagt Frederik. Um Bühnenerfahrung zu sammeln, wollen beide künftig verstärkt gemeinsam konzertieren, sobald die Pandemielage es wieder zulässt.

Wir bedanken uns bei der Autorin Susanne Fliess und der Sparkasse, Christoph Becker, Sparkasse für die Erlaubnis zur Veröffentlichung dieses Artikel. TS/Kollegium



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