Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


Regionalrunde "Jugend forscht" mit zwei ersten Preisen für das LGH

Forschen und Gewinnen

Die Jungforscherinnen und Jungforscher des LGH überzeugen beim Regionalwettbewerb Jugend forscht 2016 auf der ganzer Linie




Die Schülerinnen Sophia Belser und Ida Holschbach, beide Klasse 11, die sich bereits im letzten Schuljahr im Rahmen eines Jugend-forscht-Projekts mit der Entwicklung einer automatisierten Vorrichtung zur Modellierung des komplizierten Fortbewegungsapparats des Regenwurms be-schäftigt und damit den 2. Preis in der Kategorie Technik erzielt hatten, entwickelten ihre Modellreihe weiter. Diesmal griffen sie zur weiteren Optimierung ihrer Entwürfe auf innovative Formgedächtnislegierungen zurück. Dabei handelt es sich um Metalllegierungen, die sich durch Anlegen einer elektrischen Spannung zusammenziehen und sich nach Wegnahme dieser Spannung scheinbar wieder an ihre ursprüngliche Form erinnern können, so dass sie dann wieder in ihre Ursprungsform zurückkehren. Damit war es den beiden Schülerinnen möglich, mit Beratung und Unterstützung durch Mitarbeiter der PH Schwäbisch Gmünd die Funktionsweise von Muskeln technisch nachzuahmen, was in der Technik, z. B. bei der Steuerung von Greifarmen, völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Diese Innovation wurde mit dem 1. Preis honoriert.
Den Sieg im Wettbewerb Chemie konnte dagegen Victoria Lohmann (Klasse 11) gemeinsam mit ihren beiden Mitstreitern aus Bayern davontragen. Das Team erkämpfte sich verdient den 1. Preis Die Gruppe, die sich im Rahmen einer Talent School des Fraunhofer Instituts Bremen gefunden hatte, entwickelte einen bioabbaubaren Haftklebestreifen, der auf günstigen, leicht zugänglichen und problemlos zu entsorgenden biologischen Rohstoffen basiert und im Vergleich zu bereits existierenden bioabbaubaren Klebestreifen viel alltagstauglicher ist. Auch diese wegweisende Entwicklung, welche die Gruppe auch in Zukunft weiter vorantreiben will, überzeugte die Jury auf der ganzen Linie. Beide Regionalsieger-Gruppen nahmen bereits im zweiten Jahr am Jugend-forscht-Wettbewerb teil und wurden für ihre Beharrlichkeit, ihr Durchhaltevermögen, ihre innovativen Ideen und ihre souveränen Standpräsentationen in diesem Jahr belohnt.
Aber auch für die zum ersten Mal bei Jugend forscht teilnehmenden Schülerinnen und Schüler war die diesjährige Wettbewerbsrunde auf Regionalebene ein voller Erfolg, der sie mit Sicherheit für zukünftige Jugend-forscht-Wettbewerbe motiviert und zur Umsetzung neuer toller Projektideen anspornt.
Tim Palm (Klasse 8), der mit seinem durch Frau Lomonosova betreuten Projekt in der Kategorie Mathematik/Informatik (hier allerdings in der Wettbewerbssparte Schüler experimentieren) an-trat, errang mit seinem selbst programmierten Trio-Tracker zur Analyse des am LGH allseits be-kannten mathematischen Trio-Spiels einen tollen 2. Preis.
Kerstin Glaser und Katharina Socas (beide Klasse 10) hingegen gingen der Wirksamkeit einiger bereits seit Jahrhunderten als Hausmittel bekannter Pflanzenteile wie etwa Knoblauch- oder Zwiebelknollen nach. Sie analysierten die antibiotischen Eigenschaften von Extrakten aus diesen Pflanzen und wurden für ihre systematisch optimierende Vorgehensweise bei der Durchführung ihrer zahlreichen Experimente im schuleigenen S1-Labor ebenfalls mit einem 2. Preis in der Kategorie Biologie belohnt.
Maximilian Hecker (Klasse 10) widmete sich schließlich einem ganz anderen alltäglichen Problem. Er analysierte zu Beginn seines Projekts, das bereits vor mehr als anderthalb Jahren seinen Anfang nahm, die jährlichen Unfall- und Verletztenzahlen auf deutschen Straßen sowie den dabei entstehenden Sachschaden. Auf Grundlage dieser Daten entwickelte er den Pro-totypen eines aktiven Aufpralldämpfungssystems für Autos, das, im Gegensatz zu gängigen passiven Aufprallschutzvorrichtungen wie etwa Knautschzonen, einen drohenden Aufprall frühzeitig erkennt und aktiv Maßnahmen einleitet, um die Wucht der Kollision und damit den entstehenden Personen- und Sachschaden zu vermindern. Die Patentanmeldung für diese Vorrichtung läuft bereits. Er erhielt für seine Entwicklung den 3. Preis in der Kategorie Technik und möchte seine Projektidee bis zum Wettbewerb 2017 gerne weiterentwickeln und optimieren.
Herzlichen Glückwunsch allen Jungforscherinnen und Jungforschern zu diesen tollen Ergebnissen, viel Elan, nie endende Motivation und eine gehörige Portion Ideenreichtum für alle zukünftigen Projekte, und den beiden Regionalsiegern natürlich alles erdenklich Gute und maximale Erfolge beim Landeswettbewerb in Fellbach! Alexander Schönborn, Kollegium



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