Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 




Und hier sind sie, die teilnehmenden Physiker der Stufe 10 (Bild oben), die eine Woche in Lampoldsheim experimentieren dürfen

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt




In den ersten zwei Tagen lernten wir, in zwei Gruppen („Alpha“, „Omega“) geteilt, u. a. Prinzipien satellitengestützter Navigation (GPS), der Strömungslehre, Besonderheiten des freien Falls und des Vakuumierens (Verdampfen von Flüssigkeiten bei vermindertem Luftdruck) von Lebensmitteln kennen – ein prima Eis- oder Frozen Yoghurt-Ersatz! Fortan bräuchten wir nur noch eine Vakuumpumpe in unserem Internat! Unsere Mentoren waren Ingenieure des DLR, aus deren Worten auch nach 40 Jahren Berufstätigkeit noch immer kindliche Begeisterung für die Luft- und Raumfahrt flammt.
Der wohl spannendste Teil unseres Praktikums begann am Donnerstag: Das Bauen einer eigenen kleinen, voll funktionsfähigen Modellrakete. Mithilfe eines Flugsimulators wurden zunächst aerodynamisch besonders geeignete Formen der Finnen berechnet, ebenso wurden Erwartungswerte für die Flughöhe simuliert. Nicht immer trafen diese dann auch immer zu, dennoch flogen die meisten unserer Raketen ca. 250 Meter hoch. Mithilfe der eingebauten Fallschirme kamen die Raketen schließlich wieder heil am Boden an. Auch diese Raketen bauten wir unter der freundlichen und ermutigenden Anleitung eines erfahrenen (und sicherheitsbewussten) Raumfahrttechnikers und Raketenmodellbauers, der unter anderem an der Entwicklung der studentischen Modellrakete „Heros 3“, die vor wenigen Monaten auf knapp 33 km Höhe stieg (und damit derzeit den Weltrekord im Raketenmodellbau hält), beteiligt war.
Alles in allem ist das School_Lab des DLR eine sehr empfehlenswerte, erstklassige Einrichtung des Bundes, die physikalisch Interessierten einzigartige Erfahrungen ermöglicht, aber auch die Grenzen des menschlich Machbaren vor Augen führt. Juliane von der Hardt, 10b, Dr. Lukas Schachner, Kollegium



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