Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd
 


29.5.2017, Besuch an der Hochschule Aalen

Exkursion des NwT-Kurses der Klasse 9a sowie des Informatikkurses 11/12




Beginnend bei der Auflicht- und der Elektronenmikroskopie, weiter über die durch Virtual-Reality-Technik unterstützte Materialprüfung, bis hin zu den klassischen, zerstörenden Werkstoffprüfverfahren, wie z. B. dem Zugversuch oder der Kerbschlagbiegeprüfung. Das bot den Schülerinnen und Schülern die einmalige Gelegenheit, das, was sie im NwT-Unterricht bereits theoretisch kennengelernt hatten, nun ganz hautnah zu erleben Im Zentrum des Tages stand die Teilnahme an einem institutsweiten Forschungskolloquium, an dem auch zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IMFAA teilnahmen und das sich mit dem noch jungen Themenfeld der additiven Fertigung mit Hilfe von Metall-3D-Laserdruck befasste.
Im Rahmen eines Vortrags, der von zwei Mitarbeitern des Instituts gehalten wurde, erhielten wir einen tollen und einmaligen Einblick in ganz aktuelle Forschungsergebnisse, die am IMFAA zu diesem Thema bereits gewonnen werden konnten.
Den Abschluss des Tages bildete ein Praktikumsblock, den gewöhnlich auch Studentinnen und Studenten der Hochschule in dieser Form absolvieren.
Dabei ging es um die Härtung von Stahlwerkstoffen durch eine spezielle Wärmebehandlung, welche das Korngefüge im Stahl verändert. Je nachdem, in welcher Form der Stahl erhitzt und anschließend wieder abgeschreckt wird, erhält er ganz unterschiedliche Eigenschaften. Um die Veränderungen im Korngefüge des gehärteten Stahls sichtbar zu machen, mussten die Stahlproben zunächst aufwändig vorbehandelt werden, bis sie schließlich unter einem digitalen Auflichtmikroskop betrachtet und identifiziert werden können.
Zu dieser Vorbehandlung gehörten u. a. das Schleifen, Polieren und Ätzen der Probenoberflächen. Letztendlich entschädigte uns der faszinierende Blick durch das Mikroskop jedoch für all unsere Mühen.

Besonders beeindruckt haben uns jedoch nicht nur das tolle Tagesprogramm und die vielen interessanten Einblicke in die praktische Forschung an einer Hochschule, sondern auch die Zeit und Hingabe, mit der uns die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IMFAA ihre Forschungsvorhaben an den einzelnen Stationen des Tages erläutert haben, und die Geduld und Sorgfalt, mit der sie auf unsere Fragen eingingen. Dafür möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bedanken. Ein weiterer Dank gilt dem explorhino-Team um Frau Claudia Maile, die diesen tollen Tag in Aalen für uns auf die Beine gestellt hatte.

Wie schon im letzten Jahr hatte am 29. Mai auch der Oberstufen-Informatikkurs die Möglichkeit, an der Hochschule Aalen einige Aspekte eines Informatikstudiums näher kennenzu-lernen. Zuerst konnten wir bei Herrn Professor Lecon den Studiengang Medieninformatik kennenlernen. Neben den theoretischen Inhalten entwickeln die Studenten in einem Projekt eine virtuelle Umgebung, welche in einer Art Spiel erkundet werden kann. Besonders viel Spaß machte allen das Bogenschießen in einer virtuellen Umgebung.
Herr Professor Bantel stelle nach einem Kurzdurchlauf zur Entwicklung des Internets und von HTML die neuesten Entwicklungen zum Internet der Dinge vor. Ein kleiner Einplatinencomputer mit WLAN konnte per Smartphone oder Tablet gesteuert werden, so dass zum Beispiel eine kleine Modelleisenbahn plötzlich im Internet der Dinge war und allein durch die Neigung eines Tablets gesteuert wurde.
Frau Heusel stellte danach die Studienmöglichkeiten auf den Gebieten Elektrotechnik und Informatik an der Hochschule Aalen vor. Zum Internet der Dinge wird die Hochschule Aalen im Kooperation mit der hiesigen Hochschule für Gestaltung im nächsten Jahr einen Studiengang in Schwäbisch Gmünd anbieten und wir am LGH prüfen gerade, ob ein Schülerstudium ab Herbst 2017 möglich ist.
Zum Abschluss hat uns Herr Professor Thierauf den Hochzeitsalgorithmus vorgestellt und exakt nachgewiesen, dass damit jeder einen „Traumpartner“ finden kann. In der Sprache der Mathematik bedeutet dies: Es werden ausschließlich „stabile Beziehungen“ erreicht. Der Algorithmus lässt sich z.B. auch auf die Zimmerpartnerwahl am LGH anwenden.

Organisiert wurde die Exkursion von Explorhino, der Werkstatt Junger Forscher an der Hochschule Aalen und wir danken Frau Maile von Explorhino und Frau Heusel (Studienberatung) sehr herzlich für die Organisation dieses sehr gelungenen und lehrreichen Nachmittags. Lutz Häcker und Alexander Schönborn, Kollegium



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