3. Februar 2026

Schokolade-Essen für die Wissenschaft

Mathe für Spezialisten

Nachdem eine Umfrage ergeben hatte, dass im Internat sowohl große Mengen Pizza als auch große Mengen Schokolade gegessen werden, ergab sich die Frage, ob derartige Essgewohnheiten die Geschmacksknospen abstumpfen oder ob sie dadurch trainiert werden. 
 
Die Schülerinnen und Schüler des Mathematik-Leistungskurses 5M3 waren der Meinung, dass die Essgewohnheiten im Internat eher ein Gourmet-Training darstellen und wollten ihre Behauptung auch durch einen Hypothesentest untermauern. In einer Vorbereitungsstunde wurden zunächst verschiedene Schokoladensorten mit unterschiedlichem Kakaogehalt ausprobiert und am Ende die drei Schokoladen-Connaiseure bestimmt, die die besten Erkennungsraten hatten. In der nächsten Stunde ging es dann ums Ganze. 
 
Die Connaiseure sollten eine Schokolade mit 85% Kakaogehalt von einer Schokolade mit 90% Kakaogehalt unterscheiden. Bei einem Stichprobenumfang von insgesamt 30 Stückchen und einem Signifikanzniveau von 5% ergab sich für die Nullhypothese "Die raten nur." ein Ablehnungsbereich ab 20 korrekt erkannten Stückchen. 
 
Damit optische und haptische Zusatzinformationen ausgeschlossen werden konnten, wurden allen drei Testerinnen die Augen verbunden und sie mussten sich füttern lassen. Damit auch unbeabsichtigt keine Hinweise gegeben werden konnten, wurde der Test als Doppelblindtest organisiert.
 
Am Ende konnte der Ablehnungsbereich leider nicht erreicht werden. Als Schlussfolgerung bleibt aber festzuhalten, dass wissenschaftliches Arbeiten auch lecker sein kann und dass die Mensa offenbar noch nicht
genug Schokolade anbietet.
 
Dr. Bert Fischer, Kollegium


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