9. – 16. März 2026

Italienreise

Eine Woche am Liceo Torricelli-Ballardini in Faenza – und drum herum

Am Landesgymnasium hatten wir vom 19. bis 26. Januar 2026 Besuch aus Faenza – nun war es soweit, selbst die Koffer zu packen! 18 LGHler*innen haben sich auf den Weg gemacht, unsere Partnerschule und die Partnerstadt Schwäbisch Gmünds kennenzulernen. Hier kommen die Berichte unserer Reisenden auf den Spuren Goethes – und Dantes!
 
Montag, 9. März – Fahrt nach Faenza
 
Die lange Hinfahrt mit dem Zug war trotz einer Verspätung und eines verpassten Anschlusses, spätestens als wir im Railjet von München nach Bologna saßen, nicht sonderlich stressig. Viele Leute haben auf der Fahrt geredet, haben ein Buch gelesen, waren am Handy oder haben die Landschaft beobachtet, bis wir letztendlich, alle mehr oder weniger erschöpft, am Bahnhof ankamen wo wir im Anschluss von unseren Austauschpartner*innen in Empfang genommen wurden.
 
Ankunft in Faenza und erster Abend in der Gastfamilie
 
Am ersten Abend in Faenza wurden wir bei unserer Ankunft am Bahnhof sehr herzlich empfangen. Danach sind wir gemeinsam ins Stadtzentrum gegangen und haben dort ein Eis gegessen. Anschließend bin ich mit meiner Austauschpartnerin nach Hause gefahren. Dort habe ich zuerst mein Gastgeschenk übergeben, worüber sie sich sehr gefreut hat. Danach habe ich mein Zimmer gesehen und meine Sachen ausgepackt. Zum Abendessen gab es eine sehr leckere Lasagne. Während des Essens haben wir uns ein bisschen unterhalten und uns besser kennengelernt. Obwohl wir anfangs noch kleine Probleme mit der Kommunikation hatten, hat alles gut geklappt. Es war ein sehr schöner erster Abend und ein toller Start in den Austausch.
 
Dienstag, 10. März – Unterricht mit den Austauschschüler:innen
 
Fünf Stunden Schule auf Italienisch, mit modernen bzw. digitalisierten Lernmethoden und spannenden Themen. Besonders interessant war Kunstgeschichte als eigenständiges Fach, das es in Deutschland so nicht gibt. Was den Tag aber wirklich ausgemacht hat, war die Gastfreundschaft. Lehrer und Schüler haben uns offen empfangen und sich wirklich für uns interessiert. Ein schöner Einblick in einen anderen Schulalltag.
 
Empfang durch die Schulleiterin Paola Falconi
 
Nachdem wir seit einiger Zeit wohlbehütet in Faenza angekommen waren und das altsprachige Gymnasium besichtigt hatten, war es nun an der Zeit, sich offiziell von der Schulleiterin begrüßen zu lassen. Beim Eintreten in die Aula fiel natürlich sofort die Architektur und die wundervollen Gemälde an den Wänden auf, die auf Anhieb für eine besonders festliche Atmosphäre sorgen. Genauso festlich und herzlich begrüßte uns die Schulleiterin, und betonte besonders die langjährige Städtefreundschaft, die hiermit fortgeführt werden würde. Die Jugend sei dir Zukunft Europas, und die Stabilität dessen solle in Zukunft ganz vorne stehen. Diese inspirierenden Worte stimmten uns auf die Woche ein, die nun kommen würde.
 
Besuch des altsprachlichen Gymnasiums mit Prof. Stefano Drei und Prof.ssa Cristina Briccoli
 
Wir haben uns im Gang der Schule mit den Lehrern, mit denen wir dann auch die Führung hatten, getroffen. Danach sind wir zuerst nach draußen gegangen und danach den ersten Gang entlang und haben einiges zur Geschichte der Schule erzählt bekommen, bevor wir die Treppe hochgelaufen und ins Archiv gegangen sind. Danach sind wir wieder runtergegangen, uns wurde noch einiges erzählt und der große Versammlungsraum gezeigt, danach war die Führung beendet.
 
Gemeinsamer Nachmittag mit Austauschpartner:innen
 
Am Dienstag begaben wir uns gemeinsam mit unseren Austauschpartnern in einen Park voller interessanter Tiere. Sie erzählten uns, dass dieser Park der schönste und größte in ganz Faenza sei. Dort gab es Vögel, darunter Pfauen und Hühner, sowie süße Meerschweinchen, die frei herumliefen, Tausende von Fischen und Truthähne. Wir liefen eine Weile durch den Park und bewunderten die Tierpracht, bevor wir anschließend vor dem Park ein leckeres Eis genossen. Der Tag hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und einen positiven Eindruck von unserem Italienbesuch hinterlassen. 
 
Mittwoch, 11. März – Treffen der deutschen Schüler:innen und italienischen Partner:innen mit Davide Agresti, Stadtrat für Soziales, Europa und Smart City der Stadt Faenza im Roten Saal des Rathauses
 
Unser Treffen mit dem Stadtrat für Soziales, Davide Agresti, war eines der prägendsten Erlebnisse, die mir von unserer Reise in Erinnerung geblieben sind. Anfangs war alles neu und aufregend, doch durch die kurze Ansprache des Stadtrats wurde mir klar, wie wichtig internationale Freundschaften wirklich sind. Ich vermute, dass wir Jugendlichen oft nicht begreifen, dass wir die nächste Generation und damit das nächste Europa sind, weil sich diese Verantwortung für uns noch sehr weit entfernt anfühlt. Nun jedoch wurde dies viel greifbarer, und ich kann wohl für die meisten meiner Mitschüler sprechen, wenn ich sage, dass wir erkannt haben, wie unglaublich bereichernd und kostbar diese Zusammenkunft unserer verschiedenen Kulturen war.
 
Keramikworkshop und Besuch des Museums Carlo Zauli
 
Am Nachmittag haben wir eine Führung durch das Museum Carlo Zauli bekommen und an einen Keramikworkshop ebendiesem teilgenommen. Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt die entweder erst das Museum oder den Workshop besuchte. In dem Workshop konnten wir recht frei ein Gefäß unserer Wahl machen und auch anmalen. Bei der Führung wurden uns auf englisch interessante Hintergrundinformationen zu den Kunstwerken mitgeteilt. Als wir schließlich alle fertig waren und uns verabschiedet hatten begann es in Strömen zu regnen was das nach Hause kommen leicht erschwerte, aber abgesehen davon war es ein sehr schöner Tag.
 
Gemeinsamer Abend mit Austauschpartner:innen
 
Nach dem Besuch des Keramikworkshops und Museums gingen die deutschen Teilnehmer:innen mit ihren italienischen Austauschpartner:innen zunächst zu deren Familien nach Hause. Später trafen sich fast alle im Haus einer italienischen Schülerin, die einen Pasta-Abend organisiert hatte. Bei Musik und Spielen tauschte man sich aus und lernte sich besser kennen. Im Anschluss bereiteten wir Spaghetti mit Tomatensoße und Pesto zu. Diese wurden gemeinsam in dem vollen Zimmer gegessen, es herrschte eine entspannte, gemeinschaftliche Atmosphäre. Nachdem das Geschirr gespült worden war, spielten zum Abschluss alle Schüler:innen in großer Runde zusammen Werwolf. Es war ein schöner Abend, an dem man die Gelegenheit bekam, einander besser kennenzulernen und sich nach dem langen Tag zu entspannen. 
 
Donnerstag, 12. März – Stadtführung durch Faenza auf Deutsch mit Elisa Succi
 
Nachdem wir die ersten Stunden in der Schule waren, sind wir mit unserer Stadtführerin ins Stadtzentrum gegangen. Dort waren wir zuerst im Stadttheater, wo sie uns zunächst im Zuschauerraum die Geschichte des Theaters und seine Besonderheiten erklärt hat. Anschließend hat sie uns diese, eine Stelle mit besonderer Akustik und die Logen, gezeigt.

Nach dem Theater waren wir in einem Raum, der glaube ich eine Art Galerie in einem Rathaus oder etwas Ähnliches war, wo unsere Stadtführerin uns etwas über Faenzas Geschichte, besonders das traditionelle Rennen erzählt hat.

Der letzte Ort, den wir besucht haben, war der ehemalige Palast eines Adligen aus Faenza, der von demselben Architekten entworfen wurde wie das Theater. Im Keller kann man die alte Küche besichtigen und im Erdgeschoss und im ersten Stock sind die Räume wunderschön bemalt und ausgestattet. 

Insgesamt war die Tour sehr gut gemacht und abwechslungsreich, nur waren wir zu Beginn alle noch etwas müde, was sich dann aber gebessert hat.
 
Gemeinsamer Pizzaabend im Teatro circolo anspi Santa Maria Maddalena
 
Am Donnerstagabend trafen wir alle mit unseren Austauschpartnern und den begleitenden Lehrkräften zusammen, um gemeinsam Pizza  zu Abend zu essen. Wir saßen dann gemeinsam an sehr langen Tischen, wo verschiedene Pizzen nacheinander serviert und geteilt wurden. Damit durften wir bei Musik und Gemeinschaft die Tradition der Giropizza, also einer Pizza, die geteilt wird, kennenlernen.
 
Freitag, 13. März – Begleitung in den Unterricht der Austauschpartner:innen
 
Am Freitag hatten wir Physik, Kunstgeschichte, 2 Stunden Philosophie und Englisch. 
In Physik hatten sie eine mündliche abfragen, in der zwei Schüler nach vorne mussten um Aufgaben zu bearbeiten. In Kunstgeschichte haben sie mir Sehenswürdigkeiten in Rom vorgestellt, da sie bald nach Rom fahren. In Philosophie hatte 5 Schüler auch erst mal eine mündliche Prüfung und dann haben sie für eine Aufführung geübt. Als letztes in Englisch haben sie über die Canterbury Tales gesprochen und einen Text vorgelesen.


Nach der Schule haben sich alle essen geholt und sich dann auf dem Marktplatz getroffen um zusammen zu essen.
 
Ausflug nach Brisighella
 
Am Freitag sind wir nach Brisighella mit dem Zug gefahren. Dort angekommen habe wir die Kirche und die Burg besichtigt. Danach hatten wir ein bisschen Freizeit. Am Ende waren alle froh zurück zu sein.
 
Samstag, 14. März – Ausflug nach Ravenna
 
Am Samstag machten die deutschen Schüler*innen einen Tagesausflug nach Ravenna. Nach einer kurzen Zugfahrt begann eine Führung durch die Stadt und mehrere Kirchen, in denen wir zahlreiche beeindruckende Mosaike bewundern konnten. Den Nachmittag verbrachten wir anschließend in Kleingruppen, in denen wir die Stadt auf eigene Faust erkundeten.
 
Gemeinsamer Abend mit Austauschpartner:innen
 
Als wir vom Ausflug nach Ravenna zurückgekommen sind konnten wir uns erstmal ca. eine Stunde erholen. Danach sind wir mit dem Auto zu Lina und ihrer Austauschpartnerrin gefahren, weil dort ein gemeinsamer Abend mit allen Austauschschülern veranstaltet wurde. Als wir angekommen sind waren schon einige anwesend und wir haben es uns erstmal mit Snacks gemütlich gemacht. Wir haben dann auch noch Pizza bestellt, die ungefähr eine  Stunde später kam. Anschließend wurden noch einige Spiele gespielt und um 23 Uhr gingen schließlich die letzten Gäste. Alles in allem war es ein sehr schöner Abend und wir haben ihn alle sehr genossen.
 
Sonntag, 15. März – Gemeinsamer Tag mit der Austauschfamilie
 
Am Sonntag, dem 15.03, war das Programm den einzelnen Familien überlassen. 
 
Der Tag begann zum ersten Mal während des Austausches mit Ausschlafen, danach gab es ein leckeres Frühstück und dann fuhren wir los nach Riccione. Dort trafen wir uns noch mit anderen, die mit dem Zug gefahren waren, und dann machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, wo wir in verschiedene Läden gingen. Danach aßen wir Piadina und begaben uns dann zum Strand. Dort breiteten wir unsere Handtücher aus und während die Italiener lasen, suchten wir nach Muscheln und fanden auch viele schöne Exemplare.

Dann gingen wir wieder zurück in die Stadt, wo wir Eis, Crêpes und Waffeln aßen. Danach machte ich mich mit meiner Gastfamilie auf dem Rückweg und ich schlief vor Erschöpfung ein. Ich wachte wieder auf, weil wir einen Stopp bei einem Einkaufszentrum hielten. Zuhause ließen wir den schönen Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.
 
Eine andere Gruppe an Schülern begab sich nach Florenz. Hier verbrachten wir den Vormittag in der eindrucksvollen Gallerie Degli Uffizi. Als uns der Hunger dann überkam, begaben wir uns unabhängig voneinander in Restaurants in der Mercato Centrale Fireze und genossen unser italienisches Mittagessen. Am Nachmittag besichtigten wir noch eine Kirche, bevor wir uns wieder in den Zug zurück nach Faenza setzen.
 
Montag, 16. März – Rückfahrt nach Schwäbisch Gmünd
 
Schon um 6:30 Uhr haben wir uns am Bahnhof getroffen, um die Zugfahrt zu beginnen. Doch es dauerte nicht lange, bis es zu den ersten Problemen mit der Bahn kam: Unser Zug sollte eigentlich bis zum Münchener Hauptbahnhof fahren, ist aber wegen einer Verspätung von über einer Stunde bereits am Bahnhof München Ost umgekehrt und nach Italien zurückgefahren. Deshalb mussten wir einen zusätzlichen Zug zum Münchener Hauptbahnhof nehmen und unsere weitere Verbindung neu wählen. 
 
Danach konnten wir eine relativ entspannte Zugfahrt nach Aalen genießen, von wo aus wir den Schienenersatzverkehr nach Schwäbisch Gmünd nehmen mussten. Abgesehen von diesen Unannehmlichkeiten war die Zugfahrt ziemlich entspannt, und wir hatten von unseren Gastfamilien genug Essen und Trinken für die Fahrt bekommen, sodass es auch für das Abendessen reichte, das wir wegen der Verspätung leider verpasst hatten.

Die teilnehmenden Schüler*innen

In Ravenna gab es Gelegenheit zu einem Gruppenfoto vor der Pforte zu Dante Aligheris Grab.

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