Am Montag, den 6. Juli, war das Theater-Ensemble Radiks mit seiner Nachmittagsvorstellung „Fake oder War doch nur Spaß“ zu Gast an unserer Schule. Alle Schüler*innen der Klassenstufen 7 bis 10 konnten die Aufführung erleben. Zwei erfahrene Schauspieler*innen nahmen unsere Schüler*innen mit in die Lebenswelt Jugendlicher und machten ein wichtiges Thema auf eindrucksvolle Weise erlebbar: den verantwortungsvollen Umgang miteinander – online wie offline.
Mit großer Authentizität erzählten die Darsteller*innen die Geschichte rund um Lea, die durch Ausgrenzung, Mobbing und Cybermobbing zunehmend unter Druck gerät. Das Stück von Karl Koch zeigt, wie schnell vermeintlich harmlose Kommentare, Bilder oder Nachrichten im digitalen Raum große Auswirkungen haben können. Gleichzeitig sensibilisiert es für Medienkompetenz und die Verantwortung jedes Einzelnen im Umgang mit sozialen Netzwerken.
Besonders beeindruckend war die Nähe zum Publikum: Die Schüler*innen verfolgten die Aufführung aufmerksam und gebannt – auch dann, wenn die Schauspieler*innen mitten zwischen den Zuschauerreihen spielten. Durch die lebensnahe Darstellung entstand das Gefühl, nicht nur eine Geschichte zu sehen, sondern mitten in einem realen Konflikt zu stehen.
Im anschließenden Nachgespräch konnten die Schüler*innen ihre Gedanken, Fragen und Erfahrungen einbringen. Der offene Austausch half dabei, das Gesehene zu reflektieren und über das eigene Verhalten nachzudenken.
Die wichtigste Botschaft der Veranstaltung lautet: Jeder Mensch verdient Respekt und Wertschätzung. Die Würde des Menschen ist unantastbar – so steht es im Grundgesetz. Niemand muss mit Problemen, Ausgrenzung oder Mobbing allein bleiben. Hilfe kann jederzeit gesucht werden – bei Eltern, Lehrkräften, unseren Schulpsychologinnen Frau Kurdewan und Frau Budde, unserer Schulsozialarbeiterin Frau Desirò oder auch bei außerschulischen Beratungsstellen. Wichtig ist, den Mut zu haben, Unterstützung anzunehmen, hinzuschauen und auch anderen zu helfen.
Marisa Desirò (Schulsozialarbeiterin)